- Die geplante Seilbahn zum Feldberg hat zuletzt den Kreistag und die Medien im Hochtaunuskreis beschäftigt. Grundsätzlich kann sie Potenzial haben – Voraussetzung sind jedoch ein tragfähiges Gesamtkonzept, Bürgerbeteiligung und eine stabile Haushaltslage. Aktuell sehen wir dafür nicht den richtigen Zeitpunkt.

Unsere Städte und Gemeinden leben von den Menschen, die dort wohnen, arbeiten und sich engagieren. Vereine, Ehrenamt, Feuerwehr, Kultur und Sport prägen das gesellschaftliche Leben im Hochtaunus und sorgen dafür, dass unsere Orte mehr sind als nur Wohnorte – sie sind Heimat.
Mit dem Profil „Starkes Leben vor Ort“ wollen wir die Strukturen stärken, die das Zusammenleben in unseren Kommunen tragen. Dazu gehören ein lebendiges Vereinsleben, ein verlässlicher Katastrophenschutz, gute Sportstätten und kulturelle Angebote ebenso wie eine gezielte Unterstützung für Familien.
Gleichzeitig braucht ein funktionierendes Gemeinwesen auch moderne und leistungsfähige Rahmenbedingungen: eine digitale und bürgernahe Verwaltung, bezahlbaren Wohnraum sowie verantwortungsvolle Entwicklung beim Wohnen und Bauen.
Unser Ziel ist klar: Starke Gemeinden mit einer Infrastruktur, die den Menschen dient. Denn wer im Hochtaunus lebt, soll sich auf gute Lebensbedingungen, funktionierende Strukturen und ein lebendiges Miteinander verlassen können.
Unsere Positionen für ein starkes Leben vor Ort
Digitale Infrastruktur im Hochtaunus ausbauen
ine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute ein zentraler Standortfaktor für Wirtschaft, Bildung und den Alltag der Menschen. Deshalb setzen wir uns für einen zügigen und flächendeckenden Ausbau von Glasfaser- und 5G-Netzen im gesamten Hochtaunuskreis ein. Dabei sollen insbesondere ländliche und bisher unterversorgte Gebiete stärker in den Fokus rücken, um digitale Benachteiligung abzubauen.
Der Ausbau der digitalen Infrastruktur kann jedoch nicht allein durch öffentliche Mittel erfolgen. Deshalb wollen wir stärkere Partnerschaften zwischen Kommunen, dem Landkreis und privaten Anbietern fördern, um gemeinsam die notwendigen Investitionen in den Breitbandausbau voranzubringen.
Darüber hinaus sollen gezielte Förderprogramme für Haushalte und Unternehmen dazu beitragen, den Zugang zu schnellen Internetverbindungen auch dort zu verbessern, wo der Ausbau bislang wirtschaftlich schwierig ist. Gleichzeitig setzen wir uns für eine verbesserte mobile Internetversorgung durch den flächendeckenden Ausbau moderner Mobilfunknetze ein.
Unser Ziel ist eine digitale Infrastruktur, die verlässlich, leistungsfähig und für alle Menschen im Hochtaunus zugänglich ist – sowohl zu Hause als auch unterwegs.
Bezahlbaren Wohnraum schaffen und neue Wohnformen fördern
Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen Herausforderungen im Hochtaunuskreis. Unser Ziel ist es, mehr Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig vielfältige Wohnformen zu ermöglichen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden.
Dazu gehört die gezielte Förderung des sozialen Wohnungsbaus, insbesondere für Familien, Alleinerziehende und Senioren. Sowohl kommunale als auch private Initiativen, die sich für den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen einsetzen, wollen wir aktiv unterstützen.
Gleichzeitig möchten wir innovative Wohnmodelle stärken, etwa Genossenschaften, Mehrgenerationenhäuser oder gemeinschaftliche Wohnformen. Diese Konzepte bieten nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern fördern auch das soziale Miteinander und schaffen nachhaltige Wohnstrukturen.
Um neuen Wohnraum zu ermöglichen, setzen wir zudem auf ein effizientes Flächenmanagement. Bereits erschlossene oder brachliegende Flächen sollen stärker genutzt werden, um die Versiegelung neuer Naturflächen zu vermeiden. Auch eine maßvolle Verdichtung bestehender Wohngebiete kann dazu beitragen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus wollen wir bürokratische Hürden im Bauverfahren reduzieren und Genehmigungsprozesse beschleunigen, damit notwendige Bauprojekte schneller umgesetzt werden können. So können wir dazu beitragen, den Wohnraumbedarf im Hochtaunus nachhaltig zu decken.
Erneuerbare Energien ausbauen und Energieeffizienz verbessern
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung. Wir wollen deshalb private Haushalte und Unternehmen dabei unterstützen, eigene erneuerbare Energiequellen zu nutzen, etwa durch Photovoltaikanlagen auf Dächern oder kleinere Windanlagen. Voraussetzung dafür sind eine sorgfältige Standortwahl sowie eine frühzeitige und transparente Einbindung der Bürger. Nur wenn Fragen offen beantwortet und unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden, kann die notwendige Akzeptanz für die Energiewende vor Ort entstehen.
Gleichzeitig spielt die Steigerung der Energieeffizienz bestehender Gebäude eine zentrale Rolle. Deshalb setzen wir uns für die Modernisierung von Wohngebäuden ebenso wie von öffentlichen Gebäuden und Verwaltungsstandorten ein. Förderprogramme zur energetischen Sanierung sollen dabei konsequent genutzt werden.
Da der Klimaschutz ein staatliches Ziel ist, dürfen weder Landkreise und Gemeinden noch die Bürger mit den damit verbundenen Aufgaben allein gelassen werden. Bund und Land müssen sich finanziell deutlich stärker an entsprechenden Maßnahmen beteiligen, damit notwendige Investitionen auch tatsächlich umgesetzt werden können.
Barrierefreie Infrastruktur und altersgerechtes Wohnen fördern
Eine lebenswerte Region muss für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Bedürfnissen gut zugänglich sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, öffentliche Gebäude und Einrichtungen im Hochtaunuskreis schrittweise barrierefrei auszubauen, damit alle Bürger uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Darüber hinaus wollen wir seniorengerechte Wohnformen stärker fördern, die ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise betreutes Wohnen oder Wohngemeinschaften für Senioren, die Sicherheit, Unterstützung und soziale Gemeinschaft miteinander verbinden.
Gleichzeitig stehen wir neuen und innovativen Wohnmodellen offen gegenüber, etwa altersgemischten Wohnformen, bei denen verschiedene Generationen zusammenleben und sich im Alltag gegenseitig unterstützen können. Solche Konzepte sind im Hochtaunuskreis bislang noch selten umgesetzt, bieten jedoch großes Potenzial für eine zukunftsfähige und soziale Wohnentwicklung.
Teilhabe und Mitwirkung von Senioren stärken
Ältere Menschen leisten einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Leben im Hochtaunuskreis. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die soziale Teilhabe von Senioren weiter zu stärken und ihnen vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu bieten. Dazu gehören Freizeit- und Sportangebote ebenso wie Begegnungsstätten, die Austausch, Gemeinschaft und gemeinsame Aktivitäten ermöglichen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf generationenübergreifenden Initiativen, etwa durch Mentoring-Programme oder gemeinsame Projekte zwischen Jung und Alt. Solche Angebote fördern den Zusammenhalt und ermöglichen gegenseitiges Lernen zwischen den Generationen.
Viele Senioren engagieren sich zudem bereits heute in Vereinen, sozialen Einrichtungen oder anderen Bereichen des Ehrenamts. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung. Gleichzeitig wollen wir niedrigschwellige Möglichkeiten schaffen, damit sich auch künftig viele Menschen im Ehrenamt einbringen können.
Darüber hinaus setzen wir uns für die Einrichtung eines Kreis-Seniorenbeirates ein. Dieses Ziel haben wir bereits zur Kommunalwahl 2021 klar benannt und halten weiterhin daran fest. Der Beirat soll den Anliegen der älteren Generation im Hochtaunuskreis eine starke Stimme geben und als parteiunabhängige und überkonfessionelle Interessenvertretung eng mit den politischen Entscheidungsträgern im Kreis zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Lebensqualität im Alter nachhaltig zu stärken und die Perspektiven älterer Menschen stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen.
Alternative Pflegeformen unterstützen
Neben klassischen Pflegeeinrichtungen möchten wir im Hochtaunuskreis auch neue und innovative Pflegeformen stärker in den Blick nehmen. Unterschiedliche Lebenssituationen und Bedürfnisse erfordern vielfältige Angebote in der Pflege.
Dazu gehören beispielsweise Pflegebauernhöfe, die Betreuung und Pflege mit einem naturnahen Lebensumfeld verbinden. Solche Konzepte können insbesondere für ältere oder demenziell erkrankte Menschen eine wertvolle Alternative zu klassischen Pflegeeinrichtungen darstellen.
Wir wollen daher prüfen, inwieweit solche Modelle auch im Hochtaunuskreis umgesetzt und unterstützt werden können. Ziel ist es, vielfältige Pflegeangebote zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und neue Wege in der Pflege ermöglichen.
Unterstützung für benachteiligte Menschen
Im Hochtaunuskreis sollen alle Menschen die Möglichkeit haben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dennoch gibt es Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation besondere Unterstützung benötigen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, benachteiligte Menschen gezielt zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Alleinerziehende, Arbeitslose, Senioren oder Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen. Durch verlässliche Beratungsangebote und soziale Hilfsprogramme wollen wir ihnen Orientierung und konkrete Unterstützung im Alltag bieten.
Unser Ziel ist es, Chancengleichheit zu stärken und soziale Teilhabe zu fördern, damit niemand im Hochtaunuskreis auf der Strecke bleibt. Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, Armut vorzubeugen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven zu eröffnen.
Inklusion von Menschen mit Behinderungen stärken
Menschen mit Behinderungen sollen im Hochtaunuskreis selbstverständlich und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Inklusion bedeutet für uns, Barrieren abzubauen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine aktive Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, Maßnahmen zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen weiterzuentwickeln und auszubauen.
Unser Ziel ist ein Hochtaunuskreis, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt miteinander leben können und jeder die Unterstützung erhält, die er für ein selbstbestimmtes Leben benötigt.
Sicherheit und Katastrophenschutz stärken
icherheit gehört zu den grundlegendsten Bedürfnissen der Menschen im Hochtaunuskreis. Jeder Bürger muss sich in seinem Alltag sicher fühlen können – in der eigenen Wohnung, auf der Straße oder an öffentlichen Orten. Sicherheit bedeutet dabei nicht nur die Bekämpfung von Kriminalität, sondern auch Prävention, soziale Stabilität und eine starke Gemeinschaft, die Gefahren frühzeitig erkennt und ihnen entgegenwirkt.
Ein zentraler Bestandteil dieser Sicherheit sind Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und weitere Hilfsorganisationen. Sie müssen gut ausgestattet sein, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können. Gleichzeitig ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu stärken – etwa durch Gewaltprävention, Jugendarbeit und soziale Projekte, die dazu beitragen, Konflikte frühzeitig zu vermeiden und das gesellschaftliche Miteinander zu stärken.
Besonders hervorheben möchten wir das große ehrenamtliche Engagement in diesen Bereichen. Ohne den Einsatz zahlreicher freiwilliger Helfer wäre ein Großteil dieser wichtigen Arbeit nicht möglich. Feuerwehr, THW und viele weitere Organisationen leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unserer Region.
Unser besonderer Dank gilt daher allen Ehrenamtlichen und Einsatzkräften, die sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass die Menschen im Hochtaunus sicher leben können.
Arbeitsplätze sichern und wirtschaftliche Entwicklung im Hochtaunus stärken
Eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für sichere Arbeitsplätze, Wohlstand und Entwicklung im Hochtaunuskreis. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den Hochtaunus als attraktiven Wirtschafts- und Innovationsstandort weiter zu stärken.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), die das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft bilden. Sie sollen besseren Zugang zu Fördermitteln und Beratung erhalten, während gleichzeitig bürokratische Hürden reduziert werden, damit unternehmerische Ideen schneller umgesetzt werden können.
Gleichzeitig wollen wir Start-ups und innovative Unternehmen gezielt unterstützen. Innovationszentren, Gründerplattformen und Netzwerke können jungen Unternehmen helfen, ihre Ideen zu entwickeln und erfolgreich am Markt zu etablieren. Dabei sehen wir insbesondere in Bereichen wie Technologie, digitaler Wirtschaft und nachhaltigen Geschäftsmodellen großes Potenzial für die Zukunft.
Um die wirtschaftliche Entwicklung langfristig zu sichern, setzen wir zudem auf die Stärkung des ländlichen Raums als Arbeitsplatzregion. Attraktive Arbeitsplätze, moderne Infrastruktur sowie flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice können dazu beitragen, Fachkräfte in der Region zu halten und neue Unternehmen anzuziehen.
Dazu gehört auch eine vorausschauende Standortentwicklung mit ausreichend Gewerbeflächen und guter Verkehrsanbindung, damit Unternehmen im Hochtaunus wachsen und investieren können. Gleichzeitig möchten wir nachhaltige Wirtschaftsmodelle fördern und Unternehmen unterstützen, die auf umweltfreundliche Technologien und innovative Lösungen setzen.
Unser Ziel ist eine Wirtschaftspolitik, die Innovation, regionale Stärke und nachhaltige Entwicklung miteinander verbindet und so langfristig Arbeitsplätze und Perspektiven im Hochtaunus sichert.
Jugend, Kultur und Engagement stärken
Jugendliche brauchen Räume und Angebote, in denen sie ihre Fähigkeiten entwickeln, Verantwortung übernehmen und sich aktiv einbringen können. Sport, Kultur und gesellschaftliches Engagement leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung junger Menschen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, Sportvereine, kulturelle Initiativen und Freizeitangebote im Hochtaunuskreis gezielt zu unterstützen. Sportstätten, Theatergruppen, Musikprojekte und andere kulturelle Angebote fördern Teamgeist, Kreativität und soziale Integration. Gleichzeitig schaffen sie wichtige Möglichkeiten für Jugendliche, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung politischer Bildung und demokratischen Engagements. Jugendliche sollen mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Meinung einzubringen und sich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu beteiligen. Dazu gehören Programme zur politischen Bildung in Schulen ebenso wie die Förderung von Jugendparlamenten und Jugendinitiativen.
Auch Ferien- und Freizeitangebote spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung junger Menschen. Gerade während der Ferienzeiten bieten sie die Chance, neue Erfahrungen zu sammeln, soziale Kontakte zu knüpfen und eigene Interessen zu entdecken. Unser Ziel ist es, solche Angebote im gesamten Hochtaunuskreis – auch in ländlicheren Regionen – flächendeckend zugänglich zu machen, damit alle Jugendlichen davon profitieren können.
Kultur im Hochtaunus stärken
Kultur ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Sie trägt wesentlich zur Lebensqualität bei, fördert den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen und stärkt den Zusammenhalt in unserer Region. Gleichzeitig ist Kultur Ausdruck unserer Geschichte und ein wichtiger Impulsgeber für Kreativität, Innovation und eine starke regionale Identität.
Der Hochtaunuskreis verfügt über eine vielfältige Kulturlandschaft mit engagierten Künstlern, Vereinen und kulturellen Einrichtungen. Unser Ziel ist es, diese kulturellen Angebote zu erhalten, weiterzuentwickeln und für alle Bürger zugänglich zu machen. Kultur soll Menschen zusammenbringen und den Hochtaunus als lebenswerten und attraktiven Landkreis weiter stärken.
Dazu gehört insbesondere die Unterstützung von Kunst- und Kulturstätten wie Museen, Theatern, Musikschulen und kulturellen Begegnungsorten im Landkreis. Gleichzeitig möchten wir die kulturelle Bildung weiter ausbauen, etwa durch Workshops, Ausstellungen, Konzerte oder Theaterangebote, die möglichst vielen Menschen zugänglich sind – auch in ländlicheren Teilen des Hochtaunuskreises.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Schulen, um jungen Menschen frühzeitig Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen. Kooperationen zwischen Schulen und kulturellen Einrichtungen können dazu beitragen, das Interesse an Kunst und Kultur zu fördern und Kindern sowie Jugendlichen vielfältige kulturelle Erfahrungen zu ermöglichen.
Unser Ziel ist eine lebendige Kulturlandschaft im Hochtaunus, die Tradition und neue Impulse miteinander verbindet und für alle Generationen offen ist.
Bürgerbeteiligung und Transparenz stärken
Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass Bürger sich einbringen und politische Entscheidungen nachvollziehen können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Bürgerbeteiligung im Hochtaunuskreis zu stärken und politische Prozesse transparenter zu gestalten.
Ein wichtiges Instrument sind Bürgerbegehren und Bürgerentscheide, die als Form direkter Demokratie stärker genutzt werden sollen. Bürger sollen bei wichtigen kommunalen und regionalen Themen die Möglichkeit haben, aktiv mitzuentscheiden. Gleichzeitig wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass solche Verfahren einfacher, transparenter und verständlicher durchgeführt werden können.
Darüber hinaus möchten wir regelmäßige Bürgerforen, Dialogveranstaltungen und öffentliche Anhörungen etablieren. Politische Entscheidungen sollen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden, sondern im offenen Austausch mit den Menschen im Hochtaunus. Ziel ist es, den Dialog zwischen Bürgern, Verwaltung und Politik zu stärken.
Um Bürgerbeteiligung besser zu strukturieren, wollen wir zudem einen Leitfaden für Bürgerbeteiligung entwickeln, der klare Verfahren aufzeigt, wie Bürger aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden können. Dabei wollen wir uns auch an erfolgreichen Beispielen anderer Landkreise orientieren.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen. Jugendparlamente und Beteiligungsprojekte können dazu beitragen, frühzeitig Interesse an politischen Prozessen zu wecken und die demokratische Kultur langfristig zu stärken.
Darüber hinaus setzen wir uns für mehr Transparenz in der politischen Arbeit ein. Entscheidungen des Kreistages und der kommunalen Gremien sollen für die Öffentlichkeit besser nachvollziehbar sein. Gleichzeitig wollen wir Bürger stärker in Planungs- und Entwicklungsprozesse, etwa bei Infrastrukturprojekten oder der Gestaltung öffentlicher Räume, einbinden.
Auch die Einführung von Bürgerbudgets kann ein sinnvoller Weg sein, um Bürger direkt an der Gestaltung ihrer Gemeinden zu beteiligen. Dabei wird ein Teil des kommunalen Budgets für Projekte reserviert, die von Bürgern vorgeschlagen und gemeinsam bewertet werden.
Unser Ziel ist eine Politik, die offen, transparent und im Dialog mit den Menschen im Hochtaunus gestaltet wird. Denn Demokratie lebt davon, dass Bürger nicht nur alle paar Jahre wählen, sondern sich auch im Alltag aktiv einbringen können.
Ländlichen Raum und Landwirtschaft stärken
Der Hochtaunuskreis ist nicht nur durch wirtschaftsstarke Städte geprägt. Rund 60 % der Fläche unseres Landkreises sind land- oder forstwirtschaftlich genutzt. Gerade diese ländlichen Regionen prägen den besonderen Charakter unseres Kreises. Hier liegen unsere Wurzeln, hier engagieren sich Menschen in Landwirtschaft, Handwerk und Vereinen, und hier wird Tradition mit Zukunft verbunden.
Die heimische Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Identität, unserer Wirtschaft und unserer Lebensmittelversorgung. Landwirte und Weidetierhalter leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft, zur Biodiversität und zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Gleichzeitig stehen viele Betriebe unter großem Druck – durch wirtschaftliche Herausforderungen, zunehmende Bürokratie und neue Konflikte wie die Rückkehr des Wolfs in unsere Region.
Als FREIE WÄHLER haben wir unsere Wurzeln im ländlichen Raum. Aus dem Engagement von Bürgern vor Ort, aus der Nähe zu Landwirtschaft, Handwerk und Vereinen ist unsere Bewegung entstanden. Dieses Fundament prägt unser politisches Handeln bis heute: bürgernah, unabhängig und fest in der Region verwurzelt.
Wir setzen uns deshalb für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft ein, die unseren Landwirten und Weidetierhaltern Perspektiven bietet und gleichzeitig Natur- und Artenschutz berücksichtigt. Beim Umgang mit dem Wolf braucht es pragmatische und praktikable Lösungen, die Schäden begrenzen und die Existenz der Weidetierhalter sichern. Naturschutz darf nicht auf Kosten der Menschen gehen, die unsere Kulturlandschaft seit Generationen pflegen.
Verantwortung in den politischen Gremien wahrnehmen
Eine starke kommunale Demokratie lebt von engagierten Bürgern, die sich aktiv in die politische Arbeit einbringen. Die politischen Gremien des Hochtaunuskreises tragen eine große Verantwortung für die Entwicklung unserer Region. Deshalb setzen wir uns für eine sachorientierte, transparente und bürgernahe Gremienarbeit ein, die das Wohl des gesamten Landkreises in den Mittelpunkt stellt.
Politisches Engagement verstehen wir in erster Linie als Ehrenamt im Dienst der Allgemeinheit. Aus diesem Grund sprechen wir uns klar gegen eine Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für Kreistagsabgeordnete aus. Öffentliche Mittel sollten verantwortungsvoll eingesetzt und vor allem für Projekte verwendet werden, die die Entwicklung des Hochtaunuskreises voranbringen.
Gleichzeitig ist es uns wichtig, die kommunale Politik für die Bürger zugänglicher zu machen. Entscheidungen und Diskussionen in den politischen Gremien müssen nachvollziehbar sein. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Kreistagssitzungen zumindest als Aufzeichnungen öffentlich abrufbar gemacht werden, damit sich alle Bürger über die Arbeit des Kreistages informieren können.
Unser Ziel ist eine Politik im Hochtaunuskreis, die transparent, verantwortungsvoll und nah an den Menschen gestaltet wird.
Unsere Beiträge und Initiativen zu diesem Thema
- Freiheit, Eigentum und Heimat sind unser Kompass für den Hochtaunus. Wir stehen für Eigenverantwortung, Planungssicherheit und starke Kommunen. Zur Kreistagswahl treten wir an für solide Finanzen und eine Politik mit Augenmaß.
- Die ADFC Veranstaltung im Hochtaunus zeigte: Lebenswerte Städte brauchen konkrete Infrastruktur statt bloßer Absichtserklärungen. Wir stehen für eine Mobilitätspolitik, die Rad und Auto gleichermaßen stärkt und Planung endlich effizient umsetzt.
- Es darf nicht sein, dass Städte, Gemeinden, Landkreise und kreisfreie Städte immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen, ohne dass der Bund die notwendigen Mittel bereitstellt. Deshalb setzen wir uns für eine Änderung des Grundgesetzes, Artikel 104a, ein, um das Konnexitätsprinzip bundesweit verbindlich zu verankern





