Der BUND Kreisverband Hochtaunuskreis hat uns für die Kommunalwahl gesamt 11 Fragen  rund um die Themen Natur und Umweltschutz sowie zum Thema Energiewende gestellt.

Zum Thema Flächenversiegelung und Wasser finden Sie nachfolgend die Fragen sowie unsere Antworten. Weitere Themen und Fragestellungen können Sie in den nächsten Tagen auf unserem Blog finden.

  1. Es versickert nicht mehr genug Wasser, was zum Teil auch an den fehlenden
    Niederschlägen liegt. Wo nicht genug Wasser ist, nützen auch keine neuen
    Brunnenbohrungen. Welche Maßnahmen sehen Sie als Abhilfe für den Hochtaunuskreis? Welche vielleicht bereits bestehenden Vorgaben werden Sie engmaschiger kontrollieren lassen?
  2. Es versickert nicht mehr genug Wasser, was auch an der zunehmenden Bebauung bzw Flächenversiegelung liegt. Wenn nicht genug Wasser versickern und damit ins Grundwasser gelangen kann, werden die Trinkwasservorräte nicht
    aufgefüllt. Welche Maßnahmen sehen Sie als Abhilfe für den Hochtaunuskreis? Welche vielleicht bereits bestehenden Vorgaben werden Sie engmaschiger kontrollieren lassen?
  3. Sinkt der Grundwasserspiegel haben unsere Wälder noch weniger Wasser zur
    Verfügung und leiden zusätzlich. Wie wollen Sie den Wasserverbrauch senken?

zu 1.-3: Wenn Regen fällt, fließt die größte Menge in die Kanäle und Vorfluter. Insbesondere in den Städten ist die Versiegelungsrate oft sehr hoch. Dadurch heizen sich die besiedelten Bereiche über Gebühr auf. Wir würden uns wünschen, dass eine Verbesserung des Kleinklimas über die Ausweitung von Begrünungsvorschriften (insbesondere Flachdächer) und der Regenwassersammeleinrichtungen (Retentionszisternen) beim Neubau von Gebäuden – insbesondere großflächigen Gewerbebauten – erfolgen sollte. Allerdings kann der Hochtaunuskreis weder in das Satzungsrecht der Gemeinden, noch in die Gesetzgebung des Bundes oder Landes, die dies regeln könnten, hineinwirken. Allenfalls wären Empfehlungen oder Förderprogramme denkbar. Hierfür sind wir immer offen.

Zur Trinkwassergewinnung sollten zwingend bei Neubauten Zisternen mit Rückhaltefunktion in der Größe entsprechend der Versiegelungsflächen vorgeschrieben werden. Darüber hinaus sollte die Verwendung des gesammelten Wassers intensiviert werden. Auch hier ist der Gesetzgeber gefordert eine verbindliche Verwendung, z. B. für Waschmaschine und Toilettenspülung, vorzusehen. Damit können große Mengen, des ansonsten dafür verwendeten Trinkwassers eingespart werden. Diese Maßnahmen sehen wir prioritär vor einer Art „Bausperre“, um die Versorgung der Bevölkerung mit angemessenem Wohnraum nicht zu gefährden.

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