Bestandsaufnahme
Mehr Zeit zum Lernen. Mehr Chancen. Mehr Entlastung für Familien.
Seit dem Schuljahr 2026/27 gilt der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder zunächst für die erste Klassenstufe. In den kommenden Jahren wird er schrittweise auf die weiteren Jahrgänge ausgeweitet. In Hessen ist der Pakt für den Ganztag ein wichtiges Instrument zur Umsetzung dieses Anspruchs.
Wie sieht es im Hochtaunuskreis aus?
Der Hochtaunuskreis ist beim Ausbau weit vorangekommen.
Zum Schuljahr 2026/27 nehmen 36 von 39 Grundschulen am Pakt für den Ganztag teil. Eine weitere Schule arbeitet im Ganztagsprofil 2. Damit verfügen 37 von 39 Grundschulen über ein Ganztagsangebot, das den neuen Rechtsanspruch erfüllt.
Umgesetzt wird der Ganztag gemeinsam von den Schulen und der Kinderbetreuung im Taunus (KiT) GmbH. Zum Angebot gehören unter anderem Lern- und Übungszeiten, Mittagessen, Bewegung und Freizeit. Der Hochtaunuskreis ist dabei nicht nur für die Organisation der Betreuung zuständig, sondern auch für die räumliche und sächliche Ausstattung seiner Schulen.
Das ist ein wichtiger Schritt für Kinder und Familien im Hochtaunuskreis.
Aus Sicht der Sozialpolitik
Warum ist der Ganztag wichtig?
Ganztagsangebote wirken weit über die Schule hinaus. Sie können einen wichtigen Beitrag zu Chancengleichheit, sozialer Teilhabe und Familienentlastung leisten.
Mehr Chancengleichheit
Kinder haben unterschiedliche Voraussetzungen. Nicht jede Familie kann zusätzliche Lernförderung, Musikunterricht, Sportangebote oder andere Freizeitaktivitäten finanzieren und organisieren.
Ein guter Ganztag kann hier ausgleichend wirken
Familien entlasten
Verlässliche Betreuungszeiten geben Eltern mehr Planungssicherheit. Das ist insbesondere für Alleinerziehende und Familien wichtig, in denen beide Eltern berufstätig sind oder mit wechselnden Arbeitszeiten arbeiten. Ganztag ist damit auch ein Bestandteil moderner Familien- und Arbeitsmarktpolitik.
Soziale Teilhabe
Ganztag schafft zusätzliche Zeit für gemeinsames Lernen und Leben. Kinder können dabei soziale Kompetenzen entwickeln, Verantwortung übernehmen, Konflikte lösen und Selbstständigkeit erlernen. Auch Angebote aus Sport, Kultur und außerschulischer Bildung können dazu beitragen, Interessen und Fähigkeiten zu entdecken.

Frühe Unterstützung
Durch den längeren gemeinsamen Alltag können Unterstützungsbedarfe früher erkannt werden. Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeit und weitere Partner können enger zusammenarbeiten und Kinder gezielter unterstützen.
Deshalb gehört für uns eine starke Schulsozialarbeit zu einem guten Ganztagskonzept.
Entscheidend ist die Qualität
Was im Alltag bei den Kindern ankommen sollte
Der Erfolg des Ganztags lässt sich nicht allein daran messen, wie viele Schulen teilnehmen oder wie lange Kinder betreut werden. Entscheidend ist aber, was im Alltag bei den Kindern ankommt.
Der Pakt bietet dafür einen wichtigen Rahmen. Die konkrete Qualität muss jedoch vor Ort umgesetzt werden.
- Ausreichend pädagogisches Personal
- Geeignete Räume
- Gute Mittagsverpflegung
- Verlässliche Ferienangebote
- Qualifizierte Lern- und Förderangebote
- Sport, Kultur und Freizeit
- Gute Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Schulsozialarbeit
Wir bleiben dran.
Nach dem Start geht es jetzt an die Umsetzung im Alltag.
Wir FREIE WÄHLER Hochtaunus werden beobachten, wie der Pakt nach den Sommerferien tatsächlich angelaufen ist.
- Wie wird das Angebot von Familien angenommen?
- Reichen die Plätze und Betreuungszeiten aus?
- Ist genügend Personal vorhanden?
- Wie funktionieren Mittagessen und Ferienbetreuung?
- Und vor allem: Wie erleben Kinder, Eltern und Schulen den neuen Ganztag?
Denn am Ende zählt nicht nur die Umsetzung auf dem Papier.
Ganztag muss bei den Kindern ankommen, Familien entlasten und echte Chancen eröffnen.







