Liebe Wähler, liebe Interessierte und Unterstützer,
wie Sie den aktuellen Medienberichten entnehmen konnten, hat sich unsere im Jahr 2021 im Zuge der letzten Kommunalwahl formierte Kreistagsfraktion von uns getrennt und führt die Fraktion nun als „Freie Wählergemeinschaft“ (FWG-HTK) weiter. Da wir großen Wert auf Transparenz legen, möchten wir hierzu Stellung nehmen.
Hintergrund: Von der Wählergemeinschaft zur Partei
Die Führungsriege der FWG Hochtaunus hatte Ende 2020 beschlossen, die FWG-HTK „stillzulegen“ und eine Kreisvereinigung der Bundespartei FREIE WÄHLER zu gründen, um die politische Vereinigung zukunftsfähig zu machen. Bei der Kommunalwahl im März 2021 trat man somit als FREIE WÄHLER an und zog mit 5 Sitzen in den Kreistag ein. Aufgrund der Wahlergebnisse ergab sich die Konstellation einer Regierungsbeteiligung als drittstärkste Kraft im Hochtaunuskreis.
Differenzen zwischen Vorstand und Fraktion
Während der Legislaturperiode wechselte der Kreisvorstand. Daraus resultierte eine teilweise personelle Trennung zwischen Vorstand und Fraktion. In den darauffolgenden Jahren war die Zusammenarbeit geprägt von innerparteilichen Differenzen. Durch den Wechsel von einer losen Wählergemeinschaft in eine bundesweit agierende Partei wuchsen sowohl Verantwortung als auch Spannungen. Früh wurde deutlich, dass die Fraktion sich nicht in die neuen Strukturen integrieren wollte.
Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2026
Die Zerwürfnisse spitzten sich bei den Planungen für die Kommunalwahl 2026 zu. Wie auch 2021 sollte die Liste über die FREIE WÄHLER Hochtaunus aufgestellt und für FWG-Ortsverbände offen gestaltet werden. Doch einzelne Wählergemeinschaften untersagten ihren Mitgliedern die Kandidatur auf der FREIE WÄHLER Liste. Andere Wählergemeinschaften im Kreis hielten an der Offenheit zur Partei fest.
Eigene Liste statt gemeinsamer Verantwortung
Da die bestehenden Fraktionsmitglieder vermeintlich befürchten, dass sie – wegen der bestehenden Konflikte – bei der Aufstellung der Kreisliste für die Kommunalwahl 2026 nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt zu werden, kam deren Idee auf, auf einer eigenen Liste mit der stillgelegten FWG-HTK zu kandidieren. Dieser Vorschlag wurde von einzelnen FWGs wegen der dann öffentlich werdenden Abspaltung eingebremst.
Man schlug zur Beilegung vor, eine „gemeinsame Liste“ über eine neuzugründende Wählergemeinschaft aufzustellen. Der Vorschlag hätte aber zur Folge gehabt, dass wir der Bundespartei FREIE WÄHLER den Rücken kehren und unter anderem Namen antreten. Dies hätte nicht nur einen Satzungsverstoß bedeutet; es wurde auch von unseren Mitgliedern nahezu einstimmig abgelehnt.
Kein Ende, sondern Neuanfang
Die Abkehr der Fraktionsmitglieder markiert zwar einen Einschnitt, bedeutet jedoch keineswegs das Ende unserer politischen Arbeit. Die FREIE WÄHLER Hochtaunus bleiben eine starke, unabhängige und bürgernahe Kraft.
Abgrenzung ohne Rosenkrieg
Über die Medien wurde nun versucht, die Partei zu diffamieren – teilweise mit widersprüchlichen Aussagen und Unwahrheiten. Wir nehmen dies zur Kenntnis, beteiligen uns jedoch nicht an einem „Rosenkrieg“. Wenn man sich über die gesamte Legislatur – seit der Gründung der Kreisvereinigung – mit der gesamten Bundesvereinigung, über die man in „Amt und Würden“ gekommen ist, nicht beschäftigt, fehlen diesen Akteuren wichtige Informationen, um bestimmte Sachverhalte richtig einschätzen und wiedergeben zu können. Das fehlende Interesse am gemeinsamen Projekt wurde nun durch die Fraktion bestätigt.
Offenheit zur Zusammenarbeit bleibt
Man wolle jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass man die Freien Wählergemeinschaften zum neuen Feindbild erklärt – im Gegenteil. Es geht hier ausschließlich um Zerwürfnisse einzelner Personen untereinander. Daher haben wir unsere Offenheit und den Willen zur produktiven Kooperation mit den Wählergemeinschaften mit einem Antrag in der Kreisvereinigung bekräftigt. so Christin Jost, Kreisvorsitzende der FREIE WÄHLER Hochtaunus.
Rückenwind aus der Mitgliederversammlung
Die breite Zustimmung unserer Mitglieder zur Trennung auf der Versammlung am 22.08.2025 gibt uns Rückenwind. Politik verstehen wir als Dienstleistung für die Bürger – sachlich, ehrlich und mit Freude. Das Ausscheiden der fünf Fraktionsmitglieder ist für uns ein Signal, die Strukturen auszubauen, neue Mitstreiter zu gewinnen und die inhaltliche Arbeit zu stärken.
Dank und Ausblick
Wir danken allen Freunden der FREIE WÄHLER für ihr Vertrauen und die Unterstützung im Jahr 2021 und hoffen auf ein Miteinander bei der kommenden Kommunalwahl 2026. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Hochtaunuskreis gestalten – sachorientiert, unabhängig, zukunftsgerichtet und nah bei den Bürgern.
Ihre
FREIE WÄHLER Hochtaunus